The Horse Masters of Dhaka

 

In der Hauptstadt Dhaka leben zur Zeit 20 Millionen Einwohner.  Die Straßen sind überflutet von Menschen, Autos und Rickshaws. Manchmal braucht man bis zu sechs Stunden, um quer durch die Stadt in einen anderen Stadtteil zu kommen. Die Hitze und der Staub in der dreckigsten Stadt der Welt machen eine solche Tour zu einer Strapaze.

 

Im südlichen Teil der Stadt liegt der Bongo Bazar, ein Viertel, in dem immer noch Pferdekutschen für den Transport genutzt werden, auch für den von Personen. Diese reichlich mit Weißblech verzierten hochrädrigen "Tom-tom”-Kutschen existieren in Bangladesch seit etwa 200 Jahren. Während Busse und Autos den größten Teil des Personenverkehrs übernommen haben, gibt es immer noch Einheimische, die für kürzere Strecken lieber eine Kutsche nehmen. Auch der eine oder andere Tourist, von denen es in Dhaka nicht allzu viele gibt, lässt sich kutschieren.

 

Viele der Tom-tom-Kutscher, von denen der jüngste gerade mal 12 Jahre alt ist und die ältesten weit über 60, leben mit ihren Pferden am Straßenrand. Die Kutsche ist ihr Zuhause.

 

Früher wurden die Pferde oft in der Filmbranche eingesetzt, aber dieses lukrative Nebengeschäft ist zurückgegangen. So leben die Tom-tom-Kutscher von ihren geringen Einnahmen mehr schlecht als recht. Aber kaum einer der “Horse Masters” würde seinen Job gegen einen anderen tauschen wollen.